Massive-Multiplayer: Ein Trend der nicht aufzuhalten ist
Gepostet von am Aug 15, 2013 in Allgemein | Keine Kommentare

Die Entwicklung von Computer- und Konsolengames blickt auf eine lange Geschichte zurück, die stets auch viel mit technischer Machbarkeit zu tun hatte. Denkt man an die Anfänge des Computerspiele-Zeitalters, so kommen einen stark simplifizierte Spiele in den Sinnen, deren Grafik im Prinzip nur aus wenigen Strichen und Punkten bestand. Heutzutage tauchen wir jedoch in komplexe 3D-Welten ein, die in vielen Fällen der Realität schon sehr ähnlich sehen.

Allerdings hat sich nicht nur in Sachen Grafik viel getan. Computerspiele haben sich auch hinsichtlich eines anderen Aspektes erheblich weiter entwickelt. Der Faktor des gemeinsamen Spielens sollte als mindestens genauso wichtig für den Fortschritt in Sachen Gaming gelten, wie der einer immer besseren Grafik.

Erste Mutliplayer-Varianten

Dabei ist der Gedanke, ein Spiel nicht einfach nur alleine vor der Konsole oder dem Rechner vor sich hin zuspielen alles andere als neu: Schon in den 80er-Jahren waren durchaus Games üblich, bei denen man zum Beispiel mehrere Controller an einen Rechner / eine Konsole anschloss und ein Spiel gemeinsam zockte oder auch im Duell gegeneinander antrat. Hierbei war es vielfach üblich bzw. praktikabel, den Bildschirm im „Splitscreen-Mode“ aufzuteilen. Auch gab es Varianten, bei denen man sich schlichtweg eine Tastatur teilte oder Stregiespiele im so genannten „Hotseat-Modus“, also abwechselnd, spielte.

Vernetzung: Der nächste logische Schritt

Sowohl Hotseat als auch Splitscreen brachten natürlich in gewisser Hinsicht Nachteile in Sachen Spielkomfort mit sich. Der nächste logische Schritt bestand (zeitgleich mit dem ersten Aufkommen von Netzwerk-Technologie) darin, über verschiedene mit einander vernetzten Geräten mit und gegeneinander zu spielen. Frühe Varianten solcher Games stützten sich zum Beispiel noch auf eine Vernetzung von Rechnern mittels Nullmodem-Kabel oder einer Twisted-Pair-Vernetzung zwischen zwei PCs. Etwas später wurde dann der Schritt in Richtung umfassender Vernetzung gegangen und so wurden auch Multiplayer-Partien mit zum Beispiel vier, sechs, acht oder noch mehr Spielern möglich. Hiermit war dann auch der Grundstein für das Aufkommen von „LAN-Partys“ gelegt.

Onlinegaming: Der Schritt in Richtung Massive-Multiplayer

LAN-Partys waren jedoch eher eine Trend-Erscheinung gegen Ende der 90er bis ein paar Jahre nach der Jahrtausendwende. Durch die zunehmende Verbreitung von Highspeed-Internet ging man auch in Sachen Gaming schnell den Schritt in Richtung Internet. Zwar gab es auch schon zu Zeiten der LAN-Partys Modems, doch waren diese noch derart langsam, dass sich der Herumtragen von Rechnern (zwecks lokaler Vernetzung) noch rechtfertigen ließ. Als jedoch DSL in der Breite verfügbar wurde, war man im Internet fast genauso schnell unterwegs wie im lokalen Netzwerk und konnte dem entsprechend (technisch gesehen) genauso gut online zocken.

Es dauerte auch nicht lange, bis die ersten Computerspiele diesem Trend folgten. Der aktuelle Trend in Sachen Massive-Multiplayer ist ein logischer Abschluss dieser Entwicklung und wird sich wohl in Zukunft noch weiter durchsetzen. Ein Paradebeispiel für diese Entwicklung sind dabei Onlinerollenspiele. Schaut man sich zum Beispiel auf MMORPGListe.net um, so sieht man bereits eine erstaunlich große Auswahl entsprechender Games. Rollenspiele bieten sich für das Prinzip Massive-Multiplayer deswegen besonders an, weil es sich in Welt mit vielen tausend menschlichen Mitspielern natürlich wesentlich spannender Spielt, als offline mit KI-Gegnern oder auch im Netzwerk mit nur wenigen Kontrahenten.

(Bildquelle: Toffelginkgo – en.wikipedia.org CC-BY-SA-3.0)

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